Fürstenau

Im Westen von Niedersachsen, nahe der deutschen Grenze zu Holland liegt Fürstenau. Mit etwa 10.000 Einwohnern ist dieses touristische Städtchen das Zentrum der „Samtgemeinde“ Fürstenau, die außerdem die benachbarten Orte Berge und Bippen umfasst. Das Rathaus befindet sich im typischen Schloss, dessen Bau im 14. Jahrhundert durch den Fürstbischof Gottfried von Arnsberg aus Osnabrück begonnen wurde. 1642 erhielt Fürstenau, das sich inzwischen von einer bescheidenen Bauernsiedlung zu einer blühenden Hansestadt entwickelt hatte, offizielle Stadtrechte. Heutzutage ist Fürstenau ein romantisches und gemütliches Städtchen mit einer Vielzahl authentischer Fachwerkhäuser. Neben dem Schloss gibt es mehrere historische Sehenswürdigkeiten wie das alte Stadttor, den Marktplatz und die St.-Georg-Kirche.

SCHLOSS

Im Herzen von Fürstenau, umgeben von einem Schlossgraben, liegt das prächtige Schloss, das schon seit Jahrhunderten das Wahrzeichen der Stadt ist. Das Bauwerk aus dem 14. Jahrhundert erhielt sein heutiges Aussehen größtenteils im 16. Jahrhundert, nach einer umfangreichen Renovierung im Renaissance-Stil. Auf der nordöstlichen Ecke der Schlossinsel steht eine Bastion - einzigartig in dieser Gegend Deutschlands - die die Erinnerung an die Belagerungen während des Dreißigjährigen Krieges am Leben erhält.

Im südlichen Flügel des Schlosses befindet sich die katholische St.-Katharina-Kirche. Heutzutage ist das Rathaus der Samtgemeinde Fürstenau im Schloss untergebracht, und es ist auch möglich, an dieser historischen Stätte zu heiraten. Außerdem werden regelmäßig Konzerte organisiert. Die Bastion wird für festliche Gelegenheiten vermietet.

EINKAUFEN

Für Menschen, die gerne einkaufen und bummeln gehen, ist Fürstenau ein absoluter Publikumsmagnet in der Region. Kein Wunder, denn das Städtchen hat ein lebendiges Zentrum mit netten kleinen Straßen und einer Vielzahl von Geschäften, vom Supermarkt bis hin zum Spezialgeschäft. Dank einer Vielzahl gemütlicher Cafés und Restaurants kommt auch das leibliche Wohl in Fürstenau nicht zu kurz.

ANGELPARK Börsteler Wald

Für Angler hat die Umgebung von Fursten Forest einiges zu bieten. So zum Beispiel den Angelpark Börsteler Wald, der sich speziell an Forellenangler wendet. Der Park liegt etwa 15 Kilometer nördlich von Fürstenau, im prächtig gelegenen Hasetal. Hier kommen Sie als Fischer auf etwa 3500 Quadratmetern Wasser, umgeben von prächtiger Natur, voll und ganz auf Ihre Kosten. In der Nähe des Parks, im Wald versteckt, liegt außerdem das attraktive Kloster Stift Börstel.

ARTLAND BRAUEREI

Die Artland Brauerei in Nortrup (etwa 20 Kilometer von Fürstenau) ist eine typische deutsche Brauerei. An einem prächtigen historischen Standort wird hier Bier für die Region gebraut. Dabei gehen Tradition und moderne Technik Hand in Hand. Sie sind hier für eine Führung willkommen, sodass Sie sich den Brauprozess aus der Nähe ansehen können. Braumeister Elmar Wiemers nimmt Gruppen ab 10 Personen mit durch die Brauerei und erzählt genau, was dort geschieht. Anschließend erhalten Sie Gelegenheit, das Ergebnis selbst zu kosten: frisch gebrautes Bier mit herrlichen Köstlichkeiten aus der Umgebung!

TERRA.VITA

Fursten Forest liegt am nordwestlichen Rande des sehr großen Natur-und Geoparks TERRA.vita. TERRA.vita ist der erste deutsche Naturpark, der in das europäische Geopark-Netzwerk aufgenommen wurde. Das Gebiet zeichnet sich durch eine enorme Vielfalt an Landschaften aus, mit Spuren von Dinosauriern, archäologischen Ausgrabungen und ausgedehnten Seen. Mit beinahe 5000 Kilometern Wander- und Radwegen ist TERRA.vita ein El Dorado für aktive Touristen. Bevorzugen Sie einen entspannten Aufenthalt? Das ist dank der vielen Kur- und Badeorte in der Umgebung auch überhaupt kein Problem.

PARK KALKRIESE

Das Museum und Park Kalkriese bei Bramsche, kaum 30 Kilometer von Fürstenau, ist für jeden Geschichtsliebhaber einen Besuch wert. Dieses archäologische Museum steht an der Stelle, an der sich im Jahr 9 nach Christus die blutige Feldschlacht zwischen den Legionen des römischen Generals Varus und den Truppen des Germanenführers Arminius abgespielt haben soll. Der Ort wurde 1987 durch den britischen Offizier und Amateurarchäologen Tony Clunn entdeckt, der in den umliegenden Äckern Münzen und andere Gegenstände aus der Römerzeit fand. Spätere Ausgrabungen förderten noch viele weitere Hinweise darauf zu Tage, dass es sich hier tatsächlich um das bewusste Schlachtfeld handelt. Die Funde und Fundorte sind seit 2001 im Museum und dem zugehörigen Park zu besichtigen, wo immer noch Ausgrabungen stattfinden.

MEGALITH

Eine spannende aktuelle Initiative in diesem Teil Deutschlands ist der Aufbau der so genannten Straße der Megalithkultur, an der auch Fürstenau liegt. Diese touristische Strecke führt entlang einer Vielzahl Hünengräber und anderer Megalithen (Steindenkmäler) aus der Steinzeit, die oft mit Erläuterungen versehen sind. Die Straße der Megalithkultur wurde eingerichtet, um Touristen ein Bild davon zu vermitteln, wie der Mensch in diesem Teil Deutschlands vor etwa 5000 Jahren lebte.

DRAISINEN

Draisinen sind eine Art Tretautos (die von Hand oder durch Treten bewegt werden), mit denen Fahrten auf einem Gleis unternommen werden können. Die Bahnstrecke von Fürstenau nach Quakenbrück, auf der schon gut 30 Jahre keine Züge mehr fahren, eignet sich ausgezeichnet dafür. Von Fürstenau aus können Sie jeden Tag mit einer Tretdraisine zum Örtchen Bippen fahren − und natürlich wieder zurück. Eine fröhliche und gesellige Art, die Umgebung kennen zu lernen!